Das ist Götz. Besser gesagt: Göö-hötz! Kleine fallende Terz in der zweiten Oktave. Erfunden von Anne, die humorvoll und mutwillig die klangstumpfe Einsilbe zu einem possierlichen Wellinamen zurechtbiegt. Göö-hötz! singt sie gutgelaunt, noch ehe der Vogel überhaupt eingezogen ist. Götz ist ein dunkelblaues australisches Gelbgesicht und seit Mittwoch in seinem neuen Zuhause. Geschlüpft am 8. August. Er ist vier Wochen jünger als die graue Bärbel und damit der Grünschnabel im Haufen.
Und die anderen Geier freuen sich maßlos? Überschütten den hübschen Neuankömmling mit Zuwendung und Freundlichkeit? Zeigen ihm das Badezimmer und legen frische Handtücher zurecht? Nein. Im Gegenteil… Schämen muß man sich für seine Vögel! Die zwei Grünen zeigen gemäßigt höfliches Interesse, solange er nicht beim Küssen, Herzen, Schnäbeln stört. Die Graue aber schwingt sich zur Chefin auf, achwas, zur Hofherrscherin! Macht ihm das Eingewöhnen schwer, hackt, vertreibt, schüchtert ein. Bärbel! Reiß dich mal zusammen! Der will dich aus Einsamkeit befreien. Bärbel aber wird zum Habicht. Hack! Meins! Käfig, Sitzstange, Futter! Alle vier Näpfe!
Schimpft aber auch, wenn alle Geier die Beine in die Hand nehmen, sobald die launische Tyrannin in ihrer Nähe auftaucht. Keiner spielt mit mir! Social skills waren noch nie ihre Stärke…


2 Kommentare
November 30, 2007 um 10:18
uiii, ich hätte das erfunden..? schon ganz vergessen. wusste gar nicht, was ich für ein musikgenie bin, muahaha.
social skills.. es scheint, hier wird ganz schön viel projeziert auf die kleinen geschöpfe. die eine soll dies, denn der andere „will“ das, don’t you ignore mother nature a little bit..?
November 30, 2007 um 11:05
gefiederte, eigensinnige Persönchen, jawohl. where would be the fun in a flock of instinct driven animals?